Niederlande: Kirchenbesucher greifen Journalisten an


Reporter hatten über Gottesdienste mit vielen Teilnehmern berichtet, die ohne jegliche Corona-Schutzmaßnahmen stattfanden.

Berliner Zeitung

Der Journalist Mark Baanders wird auf einem Parkplatz der Sionkerk fast von einem Auto angefahren. Foto: dpa/Robin Van Lonkhuijsen/ANP

Gottesdienstbesucher haben in den Niederlanden an zwei Orten Journalisten mit Gewalt angegriffen. Die orthodox-protestantischen Kirchen in Urk und Krimpen aan den Ijssel hatten am Sonntagmorgen trotz der strengen Corona-Regeln und öffentlicher Kritik die Türen für Hunderte Besucher geöffnet. Gottesdienste fanden ohne Einhaltung von Schutzmaßnahmen statt. Journalisten, die darüber berichteten, wurden vor den Kirchen angegriffen.

Reporter leicht verletzt

In Krimpen an den Ijssel bei Rotterdam hatte ein 43-jähriger Mann nach Angaben von Augenzeugen einen TV-Reporter getreten und geschlagen. Der Mann war wenig später aus dem Gottesdienst geholt und dann festgenommen worden, wie die Polizei mitteilte. In Urk im Nordosten von Amsterdam fuhr ein Mann mit einem Auto absichtlich einen TV-Kameramann an. Zuvor waren dort auch Reporter von Kirchenbesuchern getreten worden, wie auf TV-Bildern zu sehen ist.

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