Unser Planet nimmt zu viel Energie auf


Aus der Balance geraten: Satellitenmessungen bestätigen, dass die irdische Strahlenbilanz aus dem Gleichgewicht geraten ist – unser Planet nimmt mehr Energie auf als er abgibt. Der anthropogene Einfluss auf den Strahlungsantrieb hat sich dabei allein von 2003 bis 2018 um 0,5 Watt pro Quadratmeter erhöht. Hauptursache dafür sind der anthropogene Treibhauseffekt und die Abnahme der Luftverschmutzung durch Aerosole, wie Forscher im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“ berichten.

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Der Vergleich eingehender und abgestrahlter Energie zeigt einen Überschuss in der Energieaufnahme für die Erde. ©NASA/GSFC, Scientific Visualization Studio

Das Klima unseres Planeten beruht auf einem fein abgestimmten Gleichgewicht von Energieaufnahme und -abgabe: Das einfallende Sonnenlicht wird in Teilen absorbiert und liefert dem System Erde seine Energie, beispielsweise für die Photosynthese der Pflanzen oder um lebensfreundliche Temperaturen im Wasser und an Land zu schaffen. Überschüssige Energie wird als langwellige Wärmestrahlung zurück ins All abgegeben. Ist beides im Gleichgewicht, bleibt das Klima stabil.

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