Ermittlungen gegen KSK-Kommandeur in Munitionsaffäre aufgenommen


Gegen Brigadegeneral Markus Kreitmayr wird ermittelt, weil er eine Aktion angeordnet haben soll, bei der Soldaten entwendete Munition offenbar straffrei zurückgeben konnten.

Süddeutsche Zeitung

Das Abzeichen des Kommandos Spezialkräfte (KSK) (Foto: Patrick Seeger/picture alliance/dpa)

Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat im Zuge der Munitionsaffäre beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr Ermittlungen gegen dessen Kommandeur, Brigadegeneral Markus Kreitmayr, aufgenommen. Es werde der Verdacht eines Verstoßes gegen Paragraf 40 des Wehrstrafgesetzes geprüft, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Matthias Grundke. Dies sei vergleichbar mit dem Straftatbestand der Strafvereitelung. Anlass für die Ermittlungen seien Medienberichte zu einer Sammelaktion von Munition am Sitz des KSK in Calw.

Dabei konnten Soldaten offenbar straffrei Munition zurückgeben, die entwendet oder nach Schießübungen nicht zurückgebracht worden waren. Die Aktion soll von KSK-Kommandeur Kreitmayr angeordnet worden sein. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte im Zuge der Munitionsaffäre bereits disziplinare Vorermittlungen gegen Kreitmayr eingeleitet.

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