Ein Fund im Ural könnte die Menschheitsgeschichte umschreiben


Eine Stele aus einem Torfstich ist älter als vermutet. Der Befund wirft ein neues Licht auf Kunst und Kultur dort, wo man sie bislang nicht erwartete.

Richard Friebe | DER TAGESSPIEGEL

Schnitzer. Die Shigir-Stele offenbart Fehler der klassischen Paläanthropologie.Foto: mauritius images / UtCon Collection / Alamy

Es ist ein Merksatz, den auch Virologen derzeit gern anbringen: Abwesenheit von Evidenz ist nicht Evidenz von Abwesenheit. Etwas einfacher ausgedrückt: Wenn man etwas nicht findet, bedeutet das nicht, dass es nicht existiert. Bei einem Erreger kann das zum Beispiel heißen, dass er, auch wenn es noch keinen Nachweis dafür gibt, längst in problematischer Weise mutiert sein kann.

Unter Forschenden allgemein ist der Satz schlicht eine Warnung, sich stets auch daran zu erinnern, dass man manches, was vielleicht wichtig ist, vielleicht einfach noch nicht weiß.

Sehr frühe Kunst und Kultur

Das gilt vor allem dort, wo es offensichtlich besonders schwer ist, „Evidenz“ zu finden, etwa in der Paläontologie.

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