Kirche: viele Austritte, Bedeutung schwindet


Erneut wird das Osterfest überschattet von der Corona-Pandemie. Aber die Kirchen fürchten noch mehr: das Ende ihrer gesellschaftlichen Bedeutung.

Christoph Strack | Deutsche Welle

Und schon wieder Ostern in Corona-Zeiten. Dieses wichtigste Fest der Christenheit, an dem die Gotteshäuser in Deutschland, wie in vielen Ländern der Erde, in früheren Jahren brechend voll waren. Und an dem auch Menschen in den Gottesdienst kamen, die sonst nur noch ein oder zwei Mal im Jahr den Fuß in eine Kirche setzten.

Ostern in Corona-Zeiten – das schränkt die üblichen Feiern ein. Über 14.000 evangelische Gemeinden und knapp 10.000 katholische Gemeinden gibt es. In einem „normalen Jahr“ würde fast jede von ihnen in der Osternacht festlich die Auferstehung Jesu feiern. Mit Osterfeuer vor dem Gotteshaus und kräftigem Gesang in einer überfüllten Kirche. Nun sind die Feuer untersagt, die Kirchenbänke dürfen nur spärlich besetzt sein. Und gesungen wird wegen der Ansteckungsgefahr durch Aerosole schon lange nicht mehr. Die jubelnde Freude dieses Festes wird in verzagten Worten leise gesprochen. Noch am Montag hatte der Chef der Evangelischen Kirche in Deutschland, der bayerische Landesvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, bei einer digitalen Pressekonferenz betont, es gebe „keinen Anlass“, am Sinn der Gottesdienste zu zweifeln: „Die Hygienekonzepte der Kirchen haben sich bewährt.“

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