Die Gefahr durch Verschwörungstheoretiker und Corona-Leugner: „Es ist verdammt ernst“


Wie Verschwörungstheoretiker, Corona-Leugner und Rechtsextreme auf Corona-Demonstrationen immer gewaltbereiter werden.

Stephan Anpalagan | Frankfurter Rundschau

Ein Virus hat die Gesundheitssysteme der wohlhabendsten Länder dieser Erde zusammenbrechen lassen. Das soziale Leben ist durch das Coronavirus zum Stillstand gekommen. In den Nachrichten waren Bilder aus Italien zu sehen, wo das Militär  die Coronatoten aus Bergamo abtransportierte, weil die örtlichen Friedhöfe überfüllt waren. In New York sterben die Menschen derart schnell, dass Strafgefangene Massengräber ausheben müssen. In deutschen Krematorien stapeln sich die Särge. Standesamtmitarbeiterinnen müssen an Weihnachten arbeiten, um im Akkord Sterbeurkunden ausstellen zu können.

Es ist ernst. Verdammt ernst. Inmitten all dieser Geschehnisse marschieren Menschen durch die Innenstädte Deutschlands und protestieren gegen Maßnahmen gegen das Coronavirus, die diese Pandemie eindämmen könnten. Sie marschieren in grober Missachtung des Infektionsschutzgesetzes. Ohne Abstand. Ohne Maske.

Es gibt Bilder, in denen man Menschen sieht, die eine Polonaise bilden. Dazu singen sie „Ein bisschen Sars muss sein“. Attila Hildmann, der vegane Kochbuchautor, ist einer ihrer Gewährsmänner. Zudem der Sänger Xavier Naidoo und der Schlagerstar Michael Wendler. Fragt man die Menschen, was es mit diesen Corona-Demonstrationen auf sich habe, was sie fordern, wen sie für was verantwortlich machen, sagen sie unter anderem: „Herr Gates propagiert einen Impfstoff, der in das … ähm … Genom, in das genetische … wie nennt man das … in das RNS …. in das RNA. Also er greift in das genetische Material ein von uns. Höchst bedenklich.“

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