Fordlandia: Ein Denkmal für Missmanagement im Urwald


Mit „Fordlandia“ versuchte Automagnat Henry Ford eine Stadt ganz nach seinen Vorstellungen aus dem Urwaldboden zu stampfen – ohne Erfolg.

stern.de

Eigentlich ein idyllischer Anblick: „Fordlandia“ im brasilianischen Dschungel ©A.PAES/Shutterstock.com

Die einen, wie Donald Trump mit seinem nach ihm benannten „Trump Tower“ in New York, setzen sich mitten in der Stadt ein Denkmal. Andere, wie Automagnat Henry Ford, versuchten ihr Bauglück im tiefsten Dschungel: Fordlandia war ein ehrgeiziges Projekt, das grandios scheiterte.

Eine florierende Stadt im Urwald von Brasilien sollte sie werden: Fordlandia entpuppte sich am Ende als 25-Millionen-Dollar-Grab. Doch zunächst fing alles recht vielversprechend an. In den 1920er-Jahren erwarb die Ford Motor Company ein 10.000 Quadratkilometer großes Stück Land am Rio Tapajós in Amazonien. Man wollte dort eine Kautschukplantage errichten und so Rohmaterial für Autoreifen, Scheibenwischer und Co. gewinnen, die dann in Fords Automobilen verbaut werden sollten – soweit der Plan.

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