Gigantische Masse zerlegt Sternhaufen: Was ist die Abrissbirne der Hyaden?


Ein gar nicht so weit von der Sonne entfernter Sternhaufen wird von einer immensen Masse auseinandergerissen. Worum es sich handelt, ist unklar.

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Zentraler Teil des Hyaden-Sternhaufens. Der hellste Stern im Bild, Aldebaran, steht allerdings nur zufällig vor dem Sternhaufen.(Bild: Digitized Sky Survey 2, STScI/NASA via Aladin Lite, Universität Straßburg.)

Offene Sternhaufen sind die Geburtsstätten der Sterne. Sie entstehen, wenn Gas- und Staubwolken unter ihrer Eigengravitation kollabieren und gleichzeitig zahlreiche Sterne bilden. Die Hyaden, auch bekannt als Regengestirn, sind der uns zweitnächste offene Sternhaufen (nach der Ursa-Major-Gruppe). Er bildet den markanten V-förmigen Kopf des Sternbilds Stier, dessen auffälligster Stern Aldebaran ist.

Aldebaran selbst gehört allerdings nicht zum eigentlichen Sternhaufen, denn er ist uns mit 65 Lichtjahren viel näher als die 150 Lichtjahre entfernten Hyaden. Er bewegt sich am Himmel in die Gegenrichtung und ist etwa 10-mal so alt wie der 600 Millionen bis 700 Millionen Jahre junge Sternhaufen. Dies ist just das Alter, in dem viele offene Sternhaufen sich aufzulösen beginnen. Die Sterne entfernen sich voneinander und gehen zunehmend eigene Wege. Auch die Sonne entstand einst in einem solchen Sternhaufen. Ihre Geschwister dürften sich in den 4,5 Milliarden Jahren seither über den gesamten Umfang der Milchstraße verteilt haben.

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