Deutschland plant bilateralen Vertrag zum Sputnik-V-Ankauf


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, mit Russland über den Kauf des Vakzins Sputnik V zu verhandeln. Die EU will dagegen momentan keinen Vorvertrag schließen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Deutschland will nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters einen bilateralen Vertrag für den Ankauf des russischen Impfstoffs Sputnik V aushandeln. In der Sitzung der EU-Gesundheitsminister habe die EU-Kommission am Mittwoch erklärt, dass sie keinen Vorvertrag zu Sputnik V wie mit den anderen Impfstoffanbietern schließen wolle, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Stattdessen habe Bundesminister Jens Spahn bei dem Treffen angekündigt, dass Deutschland bilateral einen Vertrag aushandeln werde, um sich den Impfstoff zu sichern.

Zuerst müsse dabei geklärt werden, welche Mengen Russland überhaupt wann liefern könne. In jedem Fall setze Deutschland aber weiterhin auf eine europäische Zulassung, habe Spahn betont. Russland müsse der europäischen Arzneimittelagentur Ema dafür nun die notwendigen Daten liefern.

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