EMA empfiehlt weiterhin Impfung mit Astrazeneca für alle Erwachsenen


Die Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt weiterhin den Einsatz des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca, und zwar für alle Erwachsenen. Sie sieht dennoch einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Vakzin und sehr selten auftretenden Thrombosen bei Geimpften.

Deutschlandfunk-Nachrichten

(picture alliance / NurPhoto / Mauro Ujetto)

Wie die EMA am Nachmittag in Amsterdam mitteilte, wurde zwar ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Wirkstoff und seltenen Thrombose-Fällen festgestellt. Diese Thrombosen seien vor allem bei Frauen im Alter von unter 60 Jahren innerhalb zwei Wochen nach der Impfung aufgetreten. Spezifische Risikofaktoren seien nach den bisherigen Erkenntnissen nicht bestätigt worden. Die Möglichkeit der Blutgerinnsel soll aber in die Liste der Nebenwirkungen aufgenommen werden.

Die EMA betonte, der Nutzen des Wirkstoffes sei weiterhin höher zu bewerten als die Risiken. Die Behörde empfahl daher keine Einschränkungen für den Einsatz des Mittels von Astrazeneca. Großbritannien legte dagegen fest, nur Menschen ab 30 mit dem Präparat zu impfen.

In mehreren EU-Ländern, darunter Deutschland, wird der Impfstoff meist nur für Menschen ab 60 Jahren verwendet. In Deutschland hat es bisher mehr als 30 Fälle der seltenen Hirnvenenthrombosen nach einer Impfung gegeben.