Pflichtimpfungen für Kinder in Tschechien rechtens


Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat mehrere Klagen gegen Pflichtimpfungen für Kinder abgewiesen.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Die Richter entschieden, dass es nicht gegen die Menschenrechtskonvention verstößt, wenn Eltern verpflichtet werden, ihre Kinder gegen ansteckende Krankheiten zu impfen. Vielmehr sei es verhältnismäßig, wenn ein Staat seine Bürgerinnen und Bürger auf diese Art schützen wolle.

Im konkreten Fall ging es um die Impfpflicht in Tschechien. Dort müssen Kinder gegen insgesamt neun Krankheiten wie Masern, Tetanus und Hepatitis B immunisiert werden. Ansonsten droht beispielsweise der Ausschluss von der Vorschule sowie eine Geldstrafe. Dazu entschied der Gerichtshof, diese Konsequenzen stellten keine Menschenrechtsverletzung dar, weil sie im Interesse der Kinder und der öffentlichen Gesundheit und dabei verhältnismäßig seien.

Das Straßburger Urteil ist auch für Deutschland relevant. Hier gibt es zum Teil Widerstand gegen die neue Impfpflicht gegen Masern.