Vor 55 Jahren wurde der „Index Librorum Prohibitorum“ abgeschafft

Index librorum prohibitorum. Der Heilige Geist entzündet das Feuer, das zu einer Bücherverbrennung dient, Kupferstich von 1711. PD

Lange Zeit gab es eine ganze Reihe von Büchern, die Katholiken nicht lesen durften – bis vor 55 Jahren. Am 9. April 1966 wurde durch ein Interview bekannt, dass der Index der verbotenen Bücher nicht mehr in Kraft sei.

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Der „Knigge“, „Der Glöckner von Notre Dame“, aber auch die Bibelübersetzung Martin Luthers und Werke antiker wie moderner Philosophen standen darauf: Der „Index Librorum Prohibitorum“, das Verzeichnis der Bücher, die für Katholiken verboten waren, umfasste am Ende mehr als 6.000 Titel.

Abschaffung blieb zunächst unbemerkt

Eigentlich hatte ihn schon das Zweite Vatikanische Konzil im Jahr 1965 abgeschafft – weil er nicht mehr relevant sei. Davon wusste die Öffentlichkeit aber kaum etwas – und das auch nicht ganz unabsichtlich.

Erst vor genau 55 Jahren, am 9. April 1966, erklärte Kardinal Alfredo Ottaviani, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, dass der Index nicht wieder aufgelegt werde. Vielmehr habe er keine rechtliche Geltung mehr und sei höchstens noch als ein historisches Dokument interessant. Damit erreichte diese Nachricht erstmals eine breite Öffentlichkeit.

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