Einzigartiger Blick in die Atmosphäre einer fremden Welt


Astrophysiker weisen auf dem „Heißen Jupiter“ HD209458b neben Wasser fünf weitere Moleküle nach

DERSTANDARD

Die Gashüllen fremder Planeten geben am Übergang von der Tag zur Nachtseite langsam ihre Geheimnisse preis.Illustr.: INAF/Marco Galliani

HD209458b ist ein heißer Gasplanet, nicht unähnlich unserem Jupiter, mit dem Unterschied, dass der Exoplanet um ein Drittel weniger Masse besitzt, aber zweieinhalb Mal so groß ist. Diese „fluffige“ Welt in 160 Lichtjahren Entfernung – von ihren Entdeckern informell Osiris getauft) verdankt ihre geringe Dichte der Nähe zu ihrem Stern. Kaum sieben Millionen Kilometer trennen HD209458b von seinem sonnenähnlichen Zentralgestirn – zum Vergleich: Beim innersten Planeten des Sonnensystems, dem Merkur, sind es 58 Millionen Kilometer. Daher dauert ein Jahr auf diesem sogenannten „Heißen Jupiter“ gerade einmal dreieinhalb irdische Tage.

Über 20 Jahre unter Beobachtung

Auf der Suche nach höherem Leben mag man bei einer solchen 1000-Grad-heißen Gluthölle an der falschen Adresse sein, Weltraumchemikern gewährt diese Klasse von Exoplaneten aber die kostbare Gelegenheit, außerirdische Atmosphären genauer zu untersuchen. Osiris ist in dieser Hinsicht ganz besonders gut positioniert, weshalb er schon 1999 entdeckt worden war.

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