Religionsgelehrte erlauben Impfen im Ramadan


Wer sich im Ramadan gegen Covid-19 impfen lässt, bricht das Fasten nicht, sagen die Gelehrten. Die WHO fürchtet dennoch eine neue Infektionswelle.

Thomas Seibert | DER TAGESSPIEGEL

Die Märkte in Kairo sind vor dem Ramadan noch einmal richtig voll.Foto: Gehad Hamdy/dpa

Der islamische Fastenmonat Ramadan beginnt an diesem Dienstag, und die 1,8 Milliarden Muslime stehen vor einer neuen Frage: Verstoßen die Gläubigen gegen das Fastengebot, wenn sie sich im Ramadan gegen Covid-19 impfen lassen? Religionsbehörden in aller Welt versichern, dass Impfungen auch im Fastenmonat zulässig sind.

Erfahrungen mit früheren Impfkampagnen lassen aber erwarten, dass viele Gläubige die Immunisierung trotzdem vermeiden werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet zudem, dass Massenversammlungen neue Infektionswellen auslösen könnten.

Im Ramadan sollen gläubige Muslime vom Morgen bis zum Abend auf Speisen, Getränke, Zigaretten und Sex verzichten. Ob die Einnahme von Medikamenten, das Kaugummikauen oder das Zähneputzen gegen das Fastengebot verstoßen, wird jedes Jahr diskutiert, doch diesmal geht es um wesentlich mehr: den Kampf gegen die Pandemie. Religionsexperten bemühen sich deshalb um Aufklärung.

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