Spritzgussverfahren für Glas entwickelt


Glas ist ein geniales Material – im Vergleich zu Kunststoff ist seine Verarbeitung allerdings aufwendig. Doch durch ein innovatives Konzept könnten sich nun geformte Glasobjekte so unproblematisch produzieren lassen wie Plastikteile: Deutschen Forschern ist es gelungen, das Spritzgussverfahren auf die Herstellung von Glas zu übertragen. Durch den Einsatz eines speziellen Komposit-Granulats als Ausgangsmaterial können sie Objekte aus reinem Glas und in nahezu beliebigen Formen produzieren. Das Verfahren ist dabei einfach, schnell und umweltfreundlich, sagen die Entwickler.

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Im Spritzgussverfahren hergestellte Glasobjekte. (Foto: Neptun Lab/Universität Freiburg)

Durch seine praktischen Eigenschaften gehört Glas bekanntlich zu den wichtigsten Nutzmaterialien des Menschen: Neben Alltagsobjekten wie Flaschen und Fenster bestehen auch viele Hightech-Produkte im Bereich der Optik, Telekommunikation, Chemie und Medizin aus dem schimmernden Stoff. Eigentlich wäre das Einsatzpotenzial sogar noch größer – doch in vielen Fällen werden Kunststoffe als Alternative genutzt. Denn Glas Form zu geben, ist vergleichsweise schwierig. Es muss dazu teilweise auf bis zu 2000 Grad Celsius erhitzt werden und dann durch Ziehen oder Blasen aufwendig in Form gebracht werden.

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