Israel kappt Lautsprecher an Al-Aksa-Moschee


Am Gedenktag „Jom HaZikaron“ sollte kein muslimischer Gebetsruf erklingen: Deshalb haben israelische Sicherheitskräfte die Lautsprecher auf dem Tempelberg gekappt. Die muslimische Seite spricht von einem Spiel mit dem Feuer eines Religionskrieges.

katholisch.de

Israelische Sicherheitskräfte haben am Dienstagabend Lautsprecher auf dem Tempelberg, arabisch Haram al-Scharif („Edles Heiligtum“), gekappt. Damit sollte der muslimische Gebetsruf während einer Gedenkfeier zum israelischen „Jom HaZikaron“, dem Gedenktag für Gefallene der Feldzüge Israels und Terroropfer, an der Klagemauer verhindert werden, berichteten örtliche Medien. Am Dienstagabend begann für die palästinensischen Muslime der islamische Fastenmonat Ramadan. Zuvor sei der Versuch einer Einigung mit der islamischen Wakf-Behörde gescheitert.

Spiel mit dem Feuer eines Religionskrieges

Der Berater des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in religiösen Angelegenheiten, Mahmud al-Habbasch, bezeichnete laut Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur „Wafa“ (Mittwoch) die wiederholten Übergriffe Israels auf die heilige Stätte als Spiel mit dem Feuer eines Religionskrieges. Habbasch forderte die UN und die internationale Gemeinschaft auf, Maßnahmen zum Schutz des Haram al-Scharif zu ergreifen.

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