Polnische Bischöfe haben moralische Bedenken gegen Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson&Johnson


Polens katholische Bischofskonferenz hat Einwände gegen die Corona-Impfstoffe der Pharmaunternehmen Astrazeneca und Johnson&Johnson erhoben.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Nach Meinung der polnischen Bischöfe, sollten gläubige Katholiken bei der Corona-Impfung den Vakzinen von Biontech und Moderna den Vorzug geben. (picture alliance/dpa – Christoph Schmidt)

Die Verwendung sei moralisch nicht vertretbar, erklärte Weihbischof Wrobel, Vorsitzender der Bioethik-Expertengruppe des Gremiums. Bei der Herstellung beider Vakzine würden Zellstofflinien abgetriebener Föten verwendet. Katholiken sollten deshalb von einer Impfung absehen, außer sie seien etwa aus beruflichen Gründen dazu verpflichtet oder hätten kein anderes Produkt zur Auswahl. Zuvor hatte bereits mit derselben Begründung die katholische Bischofskonferenz der USA Gläubigen empfohlen, den Impfstoffen von Biontech-Pfizer und Moderna den Vorzug zu geben.

Für die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson wurden Zelllinien von menschlichen Föten verwendet, die in den 1970er- beziehungsweise 1980er-Jahren abgetrieben wurden.