Spermidin kann das Gedächtnis im Alter stärken


Der Naturstoff Spermidin ist in Weizenkeimen, Nüssen, Pilzen und vielen anderen Lebensmitteln enthalten und wird schon länger wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung erforscht. Jetzt legen Studien nahe, dass das Spermidin auch gegen den geistigen Abbau im Alter helfen könnte. Ältere Mäuse und Menschen schnitten demnach in Lern- und Gedächtnistests signifikant besser ab, wenn sie Nahrung mit höherem Spermidingehalt zu sich genommen hatten. Näheren Analysen zufolge stärkt das Spermidin die Funktion der Mitochondrien im Gehirn – der Energielieferanten der Zellen.

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Weizenkeime enthalten besonders viel Spermidin. (Bild: billnoll /iStock)

Auch bei Menschen, die nicht an Alzheimer oder einer anderen krankhaften Demenz leiden, nimmt die geistige Leistung im Alter ab. Vor allem das Gedächtnis und die Lernfähigkeit verschlechtern sich mit den Jahren. Welche zellulären und molekularen Mechanismen diesem geistigen Abbau jedoch zugrunde liegen, ist bislang kaum geklärt. Das macht es schwer, wirksame präventive und therapeutische Behandlungen zu entwickeln. Allerdings gibt es Vermutungen, dass die abnehmende Hirnleistung mit einer im Alter schwächer werdenden Funktion der Mitochondrien zusammenhängt – den Organellen, die die chemische Energie für zelluläre Prozesse bereitstellen. Durch den hohen Energieverbrauch der Nervenzellen sind Mitochondrien im Hirn von besonderer Bedeutung. Gleichzeitig spielt auch die Autophagie wahrscheinlich eine Rolle – der Prozess, durch den Zellen beschädigte Zellteile und Abfallstoffe entsorgen und so eine Regeneration ermöglichen.

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