Deutsche Wohnen kündigt Rückforderungen bei Mieten an


Wohnungskonzern Vonovia will keine Nachforderungen stellen – der Unternehmerverband begrüßt das Urteil. Die Reaktionen aus der Wirtschaft.

Tilman Schröter, Tanja Buntrock, Kevin P. Hoffmann, Ralf Schönball | DER TAGESSPIEGEL

Vermieter wurden aus der Wirtschaft zu Augenmaß bei Nachforderungen aufgefordert.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe über den Mietendeckel, das diesen als verfassungswidrig und deshalb für nichtig erklärte, haben auch Vertreter aus der Wirtschaft reagiert – Reaktionen aus der Politik lesen Sie hier.

Deutschlands größter Wohnungskonzern, die im Dax notierte Vonovia, will trotz des zu Fall gebrachten Deckels keine Mieten nachfordern: „Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist folgerichtig, auch war der Mietendeckel nicht geeignet, die Probleme auf dem Berliner Wohnungsmarkt zu lösen.“ Dennoch gebe die Vonovia ihren Mietern „die Zusage, keine Nachzahlungen leisten zu müssen“. Damit verzichte der Konzern „auf Nachforderungen in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro“.

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hingegen will auf Nachforderungen an Mieter nicht verzichten. „Keine Mieterin und kein Mieter der Deutsche Wohnen wird durch die Entscheidung die Wohnung verlieren“, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit. „Auf den Ausgleich der Außenstände komplett zu verzichten, würde jedoch unseren Verpflichtungen gegenüber dem Unternehmen, seinen Mitarbeitern und Eigentümern nicht gerecht werden.“

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