Anwalt des Angeklagten spricht von „schizophrenem Schub“


Sarmad A. soll gezielt Autos und Motorräder angefahren haben, um Menschen zu töten – „stellvertretend für sogenannte Ungläubige“. Er gilt als psychisch krank.

Kerstin Gehrke | DER TAGESSPIEGEL

Amok. A. verletzte mehrere Menschen mit seinem Auto, drei schwer.Foto: Paul Zinken/dpa

Er verursachte schwere Unfälle, er wollte aus Sicht der Ermittler Menschen töten – „stellvertretend für sogenannte Ungläubige“. Auf der Stadtautobahn soll der 30-jährige Iraker Sarmad A. regelrecht Jagd auf Motorradfahrer gemacht haben.

Dabei rammte er mit seinem Opel Astra andere Fahrzeuge. Mehrere Menschen wurden verletzt, darunter drei Motorradfahrer schwer. Acht Monate nach der Tat, die damals als mutmaßlich islamistischer Anschlag eingestuft wurde, hat am Donnerstag am Landgericht der Prozess gegen A. begonnen.

Sarmad A. saß schweigend in der Box aus Panzerglas. Ihm gegenüber zwei der drei betroffenen Zweiradfahrer. Mit Tempo 130 bis 150 war A. laut Ermittlungen von hinten herangerast und hatte sie gerammt. „Es ist reines Glück, dass die drei Motorradfahrer überlebt haben“, sagte Anwalt Stephan Maigné für einen der Nebenkläger.

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