Griechenland und Türkei: Eklat vor laufenden Kameras


Die Beziehungen zwischen Athen und Ankara sind traditionell schlecht. Nun endete der erste Besuch eines griechischen Außenministers in der Türkei seit zwei Jahren im Eklat – vor laufenden Kameras.

Karin Senz | tagesschau

Nikos Dendias und Mevlut Cavusoglu bei einer Pressekonferenz | EPA

Der erste Schauplatz war das berüchtigte „Sofa-Gate“-Zimmer. Auch der griechische Außenminister Nikos Dendias musste – wie die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen – auf der Couch Platz nehmen. Diesmal stimmte die Sitzordnung aber. Sein Amtskollege Mevlüt Cavusoglu saß ihm gegenüber, ebenfalls auf einem Sofa, Präsident Recep Tayyip Erdogan alleine auf einem Stuhl. Dieses Zimmer ist Disharmonie gewohnt. Aber sie findet hinter verschlossenen Türen statt. Bei der anschließenden Pressekonferenz der beiden Außenminister brach sie sich Bahn.

Dabei hatte es so freundschaftlich angefangen. Cavusoglu spricht von seinem „Freund Nikos“. Der Grieche wiederum erzählt, wie lange man sich schon kenne. Man habe all die vielen strittigen Themen diskutiert: den Streit um die Erdgasfelder im östlichen Mittelmeer, die beide Länder für sich beanspruchen, die Zypernfrage. Es ging auch um den Vorwurf der griechischen Pushbacks gegen Flüchtlinge und darum, dass Ankara die berühmte Hagia Sophia in Istanbul wieder zu einer Moschee gemacht hat.

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