Kloster-Arzt übt nach Corona-Ausbruch scharfe Kritik an Behörden: „Völlig unzureichend“ – nennt sich Eigenständigkeit der Kirchen

coronavirus sars-cov-2

Nach einem Corona-Ausbruch in der unterfränkischen Benediktinerabtei Münsterschwarzach wird aus dem Kloster scharfe Kritik an den Behörden laut. Die Mönchsgemeinschaft sei ganz auf sich alleine gestellt gewesen.

DOMRADIO.DE

So heißt es in einem am Samstag auf der Internetseite des Klosters veröffentlichten Textes von Konvent-Arzt Bruder Ansgar Stüfe. „Alle Empfehlungen, die es offiziell dazu gibt, sind völlig unzureichend.“ Das zuständige Landratsamt Kitzingen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Stüfe prangerte auch die Verweigerung der Impfung für den gesamten Konvent, in dem viele alte Mönche leben, an. Klöster in anderen bayerischen Landkreisen seien dagegen bereits komplett durchgeimpft. Die Maßnahmen der Regierung seit Beginn der Pandemie bezeichnete der Arzt als „eher hemmend“ in Bezug auf die Vorbeugung der Krankheit.

weiterlesen