Rahner: Nur „Rassisten“ gegen Gleichberechtigung von Frauen in Kirche


Frauen sind in der Kirche vom Empfang des Weihesakraments und damit von der Ausübung der höchsten kirchlichen Ämter ausgeschlossen. Die Tübinger Theologin Johanna Rahner hat diesen Zustand nun harsch kritisiert – und mit Rassismus verglichen.

katholisch.de

Bild: ©Universität Tübingen

Wer nicht für die Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche eintritt, ist nach Überzeugung der Tübinger Theologin Johanna Rahner „ein Rassist“. Es gehe nicht an, von der gleichen Würde von Frauen und Männern zu sprechen, ihnen aber nicht die gleichen Rechte einzuräumen. Aktuelle pfeife der katholischen Kirche zurecht Gegenwind um die Ohren. Wörtlich sagte die Professorin: „Wer jetzt nichts tut, der tut trotzdem etwas.“ Es gebe „eine Verpflichtung zum Widerstand“.

Rahner, die Vorsitzende des Katholisch-Theologischen Fakultätentages (KThF) ist, verlangte ein neues Kirchenrecht, um die innerkirchliche Gleichstellung von Frauen zu erreichen. Mit dem geltenden Kirchenrecht seien die heutigen Probleme nicht zu lösen, so Rahner am Samstag in Stuttgart. Das Kirchenrecht sei nicht mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik zu vereinbaren. Würde der Staat die Kriterien, die er bei Gesprächen mit islamischen Verbänden nutze, an die katholische Kirche anlegen, hätte diese „schlechte Karten“.

weiterlesen