Ries-Einschlag: Gesteinsregen bis in die Schweiz


Weiter als gedacht: Beim Einschlag, der vor 15 Millionen Jahren das Nördlinger Ries schuf, wurden Gestein und Trümmer nicht nur in Einschlagsrichtung des Asteroiden weggeschleudert. Selbst 180 Kilometer weiter südlich regnete es damals noch größere und kleinere Gesteinsbrocken, wie geologische Analysen belegen. Überraschend ist dabei, dass selbst scharfkantiger Quarzstaub es bis in die Schweiz schaffte.

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Die feinen Linien in diesem Quarzkörnchen zeigen Schockspuren oim Kristall. Sie entstanden beim Einschlag im Nördlinger Ries.©Beda Hoffmann

Es muss ein denkwürdiger Tag gewesen sein, im subtropisch warmen Alpenvorland vor fünfzehn Millionen Jahren: Aus Südwesten rast ein gut ein Kilometer großer Asteroid heran und schlägt mit enormer Geschwindigkeit ein. Ein greller Feuerball mit der Energie von 16 Millionen Hiroshima-Bomben ist die Folge, in dem große Teile des Untergrundgesteins verdampfen und neue Minerale entstehen. Heute zeugt von dieser Katastrophe das Nördlinger Ries – einer der am besten erhaltenen Einschlagskrater der Welt.

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