Täuschend echt: 3D-gedrucktes Elfenbein


Sanft-weiß mit feinen Strukturen, leicht transparent und schimmernd: Das spezielle Aussehen des Elfenbeins lässt sich bisher nur schwer nachahmen. Doch nun präsentieren Forscher ein überzeugendes und praktisches Imitationsverfahren für Elfenbein, durch das vor allem alte Kunstgegenstände hochpräzise restauriert werden können: Das elefantenfreundliche Material „Digory“ lässt sich durch ein 3D-Druckverfahren schnell in Replikate hochkomplexer Schnitzkunst verwandeln.

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Rechts ein Replikat eines Ornaments aus dem neuen Material „Digory“, links das Original aus Elfenbein vom Schrein Friedrichs des Schönen aus dem 17. Jahrhundert. (Bild: TU Wien)

Das Naturprodukt ist tabu! Zwar werden noch immer Tausende von Elefanten jedes Jahr wegen ihrer Stoßzähne illegal getötet – doch zumindest offiziell gilt seit 1989 ein internationales Verbot des Handels mit Elfenbein. Für Kunstliebhaber und vor allem für Restaurateure stellt dies allerdings ein Problem dar, denn das schöne Material wurde bekanntlich jahrhundertelang häufig für die Herstellung von Kunstgegenständen verwendet. Durch den Verzicht auf den Naturstoff müssen sie deshalb nun auf Ersatzmaterialien zurückgreifen, um Elfenbeinteile alter Kunstobjekte zu restaurieren oder nachzubilden.

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