Umstrittener Pastor Latzel predigt unter Protesten und Polizeischutz


Unter Protesten und mit Polizeischutz hat der umstrittene Bremer Pastor Olaf Latzel nach Ende einer vorläufigen Dienstenthebung am Sonntag in der Kirche seiner St.-Martini-Gemeinde wieder gepredigt. Vor der Kirche hielt eine kleine Gruppe von Demonstranten Plakate mit Texten wie „Homophobie ist heilbar – Gott sei Dank“, „Holy Shit“ und „Hört auf, mein Buch so wörtlich zu nehmen.

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Gott“ den Kirchgängern entgegen. Man stehe hier, um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung das Wort zu ergreifen, sagte ein Demonstrant dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Das Amtsgericht Bremen hatte den ultrakonservativen evangelischen Theologen Latzel im November wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe verurteilt, wogegen der 53-Jährige Berufung einlegte. Das Urteil, das für bundesweite Schlagzeilen sorgte, ist noch nicht rechtskräftig. Die Kirchenleitung hatte ihn wegen der Gerichtsentscheidung trotzdem vorläufig des Dienstes enthoben. Ein Kirchengericht empfahl im März allerdings „dringend“, mit dem Pastor einen Vergleich zu schließen. Nun darf Latzel wieder als Seelsorger in seiner Gemeinde arbeiten. Ein kirchliches Disziplinarverfahren ruht.

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