Jesuit Mertes blickt kritisch auf Missbrauchsaufarbeitung


Für den Jesuiten Klaus Mertes muss es Voraussetzung und wichtigstes Ziel kirchlicher Missbrauchsaufarbeitung sein, nach Gerechtigkeit für Opfer und Betroffene zu streben. Weiter fordert er fordert vor allem unabhängige Kommissionen.

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Die Interessen der Institution Kirche sowie das Ziel, Vertrauen zurückzugewinnen, müssten dahinter zurücktreten, fordert Mertes in seinem im Patmos-Verlag erscheinenden Essay „Den Kreislauf des Scheiterns durchbrechen – Damit die Aufarbeitung des Missbrauchs am Ende nicht wieder am Anfang steht“.

Täter-Opfer-Ausgleich

Mertes betont, zur Gerechtigkeit gehöre neben der Anerkennung der Wahrheit von Missbrauch auch ein Täter-Opfer-Ausgleich. Dieser Ausgleich dürfe nicht nach einer „Ablass-Logik“ auf Entschädigungszahlungen reduziert werden. „Geld ist ohne existenzielles Engagement kein Beitrag zum Frieden für die Betroffenen und mit den Betroffenen“.

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