Berliner Schulleitung demonstrierte für Holocaustleugnerin Haverbeck


Volkstanz ja, Heine nein: Eine freie Schule in Mahlsdorf und ihr Gehöft in Brandenburg entwickelten sich zur völkischen Zone. Die neue Spitze räumt damit auf.

Alexander Fröhlich | DER TAGESSPIEGEL

Haverbeck-Demo im Mai 2018: Neben Bernhard Schaub (l.) war der Geschäftsführer der Schule (r.) dabei.Foto: Twitter @infozentrale / twitter.com/infozentrale

Sie sind noch ganz am Anfang – mit der Aufarbeitung, mit dem Reden über das, was in den vergangenen Jahren an der Freien Schule am Elsengrund in Mahlsdorf geschehen ist. Das sagt Susann Zittlau, die neue Geschäftsführerin der gemeinnützigen Trägergesellschaft. Sie ist seit einigen Wochen im Amt.

„Wir werden noch einige Zeit brauchen“, sagt sie. „Uns ist bewusst, dass uns viel Arbeit und noch einige Überraschungen bevorstehen.“ Denn die rechtsextremen Verstrickungen der Ende März zurückgetretenen Schulleitung gehen weit darüber hinaus, was bislang durch Recherchen des WDR und des Tagesspiegels bekannt geworden ist.

Mit dem Fall betraute Experten sprechen inzwischen von klaren Indizien, dass mit der Schule am östlichen Berliner Stadtrand eine abgeschottete, rechtsesoterische und völkische Zone etabliert werden sollte. Eine Zone, in der mit harter Hand geführt wurde und Kritiker herausgedrängt wurden.

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