FBI klagt Lev Tahor-Mitglieder an


Exponenten der ultraorthodoxen Sekte wird die Entführung und sexuelle Ausbeutung von Jugendlichen vorgeworfen.

Andreas Mink | tachles

Female members of an ultra-Orthodox Lev Tahor Jewish group in Guatemala City on September 2, 2014. Photo by JOHAN ORDONEZ /Getty Images

Seit den 1990er Jahren gehen die Bundesstaatsanwaltschaft am Southern District of New York und das FBI gegen die ultraorthodoxe Sekte Lev Tahor vor. Nun haben die Ermittler Strafanzeige gegen fünf führende Köpfe der Gruppe erhoben. Den Männern wird die Entführung eines 14-jährigen Mädchens aus New York mit dem Ziel vorgeworfen, die Minderjährige mit ihrem «Ehemann» in Guatemala «wieder zu vereinigen», den sie 2017 als Zwölfjährige hatte heiraten müssen, als dieser 18 war. Zwei der Angeklagten sind Enkel des 2017 bei einer religiösen Zeremonie im Süden Mexikos ertrunkenen Sektengründers Shlomo Helbrans.

Das Justizministerium erklärt, die Strafanzeige setze ein «klares Signal: die sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen wird nicht toleriert». Die Angeklagten hätten das Mädchen in unverfrorener Weise mitten in der Nacht gekidnappt und ausser Landes geschafft.

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