Ozeane: Sauerstoffschwund ist „Selbstläufer“


Atemnot in der Tiefsee: Der Sauerstoffschwund der Meere hat gerade erst begonnen. Selbst wenn wir sofort alle Treibhausgas-Emissionen stoppen, wird er sich noch über Jahrhunderte fortsetzen, wie Klimamodelle belegen. Grund dafür ist die verzögerte Reaktionszeit der tiefen Ozeanschichten: Sie haben bisher erst auf rund ein Viertel der historischen Emissionen reagiert, drei Viertel stehen demnach noch aus, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“.

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Der Klimawandel trifft die Ozeane gleich in mehrfacher Hinsicht. Er macht das Wasser wärmer, saurer und verstärkt die Schichtung der Wassermassen. Letzteres hemmt den Gas- und Stoffaustausch mit der Atmosphäre und rührt dazu, dass immer mehr Meeresgebiete unter Sauerstoffmangel leiden. Neben regionalen „Todeszonen“ wie beispielsweise am Grund der Ostsee oder des Schwarzen Meeres, hat dies bereits eine globale Abnahme des Ozean-Sauerstoffgehalts um rund zwei Prozent verursacht.

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