Wegen Transphobie: Richard Dawkins verliert Titel „Humanist des Jahres“


Der Atheismus-Aktivist und Evolutionsbiologe machte zuletzt mit als transphob und rassistisch kritisierten Äußerungen von sich reden.

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Richard Dawkins steht schon seit Jahren wegen transfeindlicher Äußerungen in der Kritik (Bild: David Shankbone / flickr)

Die American Humanist Association (AHA) hat am Montag dem früheren Oxford-Professor Richard Dawkins den 1996 verliehenen Preis „Humanist des Jahres“ wieder entzogen – nur wenige Tage nach einer transphoben Äußerung des 80-Jährigen auf Twitter. Der britische Evolutionsbiologe gilt als einer der bekanntesten Vertreter des „Neuen Atheismus“.

Wörtlich erklärte die AHA, die sich einer säkularen und humanistischen Geisteshaltung verschrieben hat: „Leider hat Richard Dawkins in den letzten Jahren mehrfach Aussagen getätigt, in denen er unter dem Vorwand einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung marginalisierte Gruppen erniedrigt hat. Dieses Vorgehen widerspricht humanistischen Werten“, so die Organisation in einer Stellungnahme. „In seinen letzten Äußerungen deutet er an, dass die Identitäten von trans Menschen betrügerisch sind. Außerdem attackierte er die Schwarze Identität als eine, die nur angenommen wird, wenn es gerade passt. Seine anschließenden Versuche einer Klarstellung reichen nicht aus und zeigen weder Sensibilität noch Aufrichtigkeit.“

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