Pakistans Parlament berät über Ausweisung des französischen Botschafters


Verbotene islamistische Partei setzt mit gewaltsamen Protesten Votum wegen „Charlie Hebdos“ Mohammed-Karikaturen durch

Michael Vosatka | DERSTANDARD

In Pakistan soll das Parlament über eine mögliche Ausweisung des französischen Botschafters abstimmen. Das Votum wurde von der Regierung angeordnet, erklärte Innenminister Sheikh Rashid Ahmed in einer per Video verbreiteten Rede am Dienstagmorgen. Zuvor hatte die kürzlich verbotene Islamistenpartei Tehreek-e-Labaik (TLP) in „langen Verhandlungen“ mit der Regierung zugestimmt, ihre seit Tagen andauernden gewaltsamen Proteste im Falle einer Abstimmung in der Nationalversammlung zu beenden.

„Gotteslästerliche Karikaturen“

Der Entschließungsantrag wurde am Dienstag im Parlament eingebracht. Gotteslästerliche Karikaturen seien in einem französischen Magazin veröffentlicht worden, wird in dem Antrag vorgebracht, und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe mit seinem Eintreten für die Meinungsfreiheit die Gefühle hunderter Millionen Muslime verletzt. „Das Parlament verurteilt die Veröffentlichung beleidigender Zeichnungen durch das umstrittene französische Magazin ‚Charlie Hebdo‘, und Muslime in aller Welt haben ihrem Zorn über die Veröffentlichung der Zeichnungen Ausdruck verliehen.“

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