Perm: Massenaussterben mit Verzögerung


Verzögerter Effekt: Das schlimmste Massenaussterben der Erdgeschichte verlief an Land weit langsamer als in den Ozeanen, wie neue Fossilanalysen enthüllen. Demnach könnte sich das Artensterben, das vor 252 Millionen Jahren rund 80 Prozent aller Organismen ausrottete, an Land über mehr als eine Million Jahre hingezogen haben. Das ist fast zehnfach länger als der Artentod in den Meeren der damaligen Zeit dauerte.

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Am Ende des Perm-Zeitalters starben drei Viertel aller Arten an Land. In welchem Tempo dies geschah, haben nun Paläontologen näher untersucht. ©Gina Viglietti

Das Massenaussterben am Ende des Perm-Zeitalters war die schlimmste biotische Krise unseres Planeten: Drei Viertel der landlebenden Arten und 90 Prozent der Meeresbewohner starben damals aus. Auslöser der urzeitlichen Katastrophe waren die Vulkanausbrüche der sibirischen Trapps, die enorme Mengen an Klimagasen in die Atmosphäre schleuderten und die Meere versauern ließen. In den Meeren führte dies innerhalb von weniger als 30.000 Jahren zur Massenaussterben.

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