Warum bei direktem Blickkontakt die Zeit stillsteht


Von Schweizer Forschern beobachteter Zeitverzerrungseffekt zeigt: Augenkontakt wirkt primär auf das Aufmerksamkeitssystem

DERSTANDARD

Ein direkter Blickkontakt erregt die Aufmerksamkeit, was die zeitliche Wahrnehmung beeinflusst.Foto: Petra Bensted

Der Blickkontakt ist essenzieller Bestandteil jeder zwischenmenschlichen Kommunikation – auch seine Abwesenheit wird registriert und mit Bedeutung versehen. Nur wenige andere nonverbale Ausdrucksformen lassen buchstäblich so tief blicken, geben so viel preis. Die Ankunft des Mundschutzes im beruflichen und privaten Alltag, ließ freilich jeden am eigenen Leib spüren, wichtig auch der Rest des mimische Ausdrucksrepertoires ist, damit die eigenen Blicke nicht für Missverständnisse sorgen.

Berauschender Augenkontakt

Kein Wunder also, dass sich auch die Wissenschaft in der Vergangenheit viel mit dem Augenkontakt beschäftigt hat, nicht zuletzt dank seines Bedeutungsgewinns in Zeiten einer Pandemie. So stellten etwa Forscher vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI) in Leipzig fest, dass eine Kombination aus Blickreiz und Bewegungsreiz beim Gegenüber besonders stark wirkt. Doch der Schauen alleine reicht auch schon für beeindruckende Effekte: Blickt man einem Menschen für zehn Minuten in die Augen, soll das Drogenrausch-ähnliche Zustände zur Folge haben.

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