IS-Terroristin muss ins Gefängnis


Ein Düsseldorfer Gericht hat die 35-Jährige zu vier Jahren Haft verurteilt. Sie war ins IS-Gebiet in Syrien ausgereist und ließ dort eine Jesidin als Sklavin für sich arbeiten.

taz

Die Angeklagte hatte vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf ein Teilgeständnis abgelegt Foto: Martin Höke/dpa

Eine Syrien-Rückkehrerin aus Leverkusen ist als IS-Terroristin zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach die Frau am Mittwoch nicht nur als Terroristin, sondern auch wegen Kriegsverbrechen gegen das Eigentum, Kriegswaffenbesitz, Verletzung der Fürsorgepflicht und Beihilfe an Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig. Sie habe sich inzwischen aber glaubhaft vom IS distanziert, befand das Gericht.

Die Frau hatte ein Teilgeständnis abgelegt. Die Bundesanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer vier Jahre und acht Monate Haft gefordert, die Verteidiger dreieinhalb Jahre.

Die inzwischen 35-Jährige war im Februar 2015 mit ihrer damals dreijährigen Tochter nach Syrien ausgereist, hatte einen hochrangigen IS-Terroristen aus Husum geheiratet und sich selbst der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen. Ihr Ehemann Ismail S. hatte der 2012 verbotenen Solinger Salafisten-Gruppe Millatu Ibrahim angehört.

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