Die Grippewelle ist ausgeblieben


Die jüngste Grippesaison war so schwach, dass sie den Namen Grippewelle nicht verdient: Gerade einmal gut 500 Fälle haben die Behörden gezählt. Das gab es seit Beginn der Grippeüberwachung vor fast 30 Jahren noch nie.

tagesschau

Mit bisher nur 519 im Labor bestätigten Fällen geht die wohl schwächste Grippe-Saison seit Jahrzehnten in Deutschland dem Ende entgegen. Für die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut (RKI) sind mit diesen geringen Fallzahlen nicht einmal die Kriterien für den Beginn einer Grippewelle erfüllt worden, sagte eine RKI-Sprecherin: „Es hat in dieser Saison überhaupt keine Grippewelle gegeben.“

Dies sei ein Novum seit Beginn der Grippeüberwachung 1992. Auch die meisten anderen Länder der Nordhalbkugel seien von der Welle verschont geblieben. In ihrem aktuellen Wochenbericht schreibt die AGI, im Vorjahr um diese Zeit seien mehr als 184.000 labordiagnostisch bestätigte Infektionen gemeldet gewesen. „Die Zirkulation von Influenzaviren stagniert in der Saison 2020/21 auf einem extrem niedrigen Niveau.“

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