Kirche auf Dummenfang: Kirche soll Lobby für Jugendliche sein


„Kinder und Jugendliche haben keine Lobby. Es wäre eine Aufgabe der Kirche, deren Lebenssituationen wahrnehmbar zu machen.“ Das hat die Wiener Pastoraltheologin Regina Polak in einem Interview der St. Pöltner Kirchenzeitung „Kirche bunt“ angeregt.

kathpress

In demografisch alternden Gesellschaften würden die Interessen von Älteren dominieren. Das habe sich auch in der Corona-Krise gezeigt, in der die speziellen Probleme junger Menschen erst spät zur Sprache kamen, wies die an der Uni Wien lehrende Theologin hin. Es handle sich um gar kein bewusstes Wegschauen von Politik und Gesellschaft, „aber man vergisst sie einfach, weil sie in der Minderheit sind“.

Dass es für die Kirche nicht leicht sein wird, die Anliegen und Interessen der Jugend in der breiten Öffentlichkeit, aber auch im eigenen Bereich stärker wahrnehmbar zu machen, verdeutlichte Polak mit der stetig anwachsenden weltanschaulichen Pluralisierung. Eine kirchliche Sozialisation mit regelmäßigem Gottesdienstbesuch und familiärem Glaubensleben werde immer seltener. „Die meisten Jugendlichen kennen die Kirche aus den Medien – und diese Berichte sind in der Regel nicht positiv“, sagte Polak.

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