Vandalismus an Rassismus-Mahnmal in Marburg


Nach der Zerstörung des Mahnmals für die Opfer rassistischer Gewalt in Marburg übernimmt die Kriminalpolizei die Ermittlungen. Das Mahnmal am Friedrichsplatz im Marburger Südviertel sei aus der Verankerung gerissen worden, sagte eine Sprecherin der Polizei am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Tat sei am Samstagmorgen gemeldet worden, wann sie sich genau ereignete, stehe nicht fest.

evangelisch.de

Das Mahnmal Memoria, ein Stahlgebilde mit schwarzen Fähnchen, war am 19. Februar, dem Jahrestag des rassistischen Anschlags in Hanau, enthüllt worden. Der Ausländerbeirat der Stadt Marburg bezeichnete den Vandalismus am Mahnmal als „rassistisch motivierte Tat“: „Sie stellt für uns den Versuch dar, die Marburger Bevölkerung zu spalten.“ Es sei wichtig, für das friedliche Miteinander Orte der Erinnerungen zu schaffen, „die uns ermahnen, dass Hass und Rassismus immer noch präsent und zu bekämpfen sind“.