Klimawandel verschiebt die Erdachse


Wir Menschen beeinflussen sogar die Rotationsachse unseres Planeten – zumindest indirekt. Denn die zunehmende Eisschmelze in den Polarregionen sowie regionale Grundwasser-Entnahmen verschieben das Massengleichgewicht der Erde, wie nun eine Studie nahelegt. Diese Unwucht beschleunigt vor allem seit den 1990er Jahren die Wanderung der geografischen Pole, wie Forscher im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“ berichten.

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Die Rotationsachse und damit auch der geografische Pol der Erde wird auch von der globalen Eis- und Wasserverteilung beeinflusst. ©AlexSava/ Getty images

Die geografischen Pole markieren die Lage der irdischen Rotationsachse und zeigen auch ihre Veränderungen an. Tatsächlich bewegt sich die Erdachse ständig leicht hin und her und vollführt sowohl im Jahresverlauf wie in längeren Zeiträumen leichte Pendelbewegungen. Die Ursache dafür sind zum einen Massenverlagerungen im Erdinneren, beispielsweise durch die Konvektionsströme im Erdmantel oder das langsame Zurückfedern der Erdkruste nach der letzten Eiszeit.

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