Massenpanik: Dutzende Tote bei religiösem Fest im Norden Israels


Tausende Gläubige nehmen in Meron an der ersten großen Feierlichkeit seit Beginn der Pandemie teil. Dann bricht Panik aus – und viele Menschen kommen im Gedränge ums Leben. Rettungskräfte sprechen von einer „unfassbaren Katastrophe“.

Süddeutsche Zeitung

Tausende Ultraorthodoxe hatten im Wallfahrtsort Meron zusammen gefeiert, bevor eine Massenpanik losbrach. Mediziner und Rettungsteams versuchen zu helfen. (Foto: STRINGER/REUTERS)

Bei einer Massenpanik auf einem jüdischen Fest im Norden Israels sind nach offiziellen Angaben mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. Rund 150 weitere wurden nach Angaben der Rettungskräfte in dem Wallfahrtsort Meron verletzt. Ein Sprecher des Rettungsdienstes Magen David Adom nannte die Vorfälle eine „unfassbare Katastrophe“. Viele Verletzte befinden sich in kritischem Zustand, sie wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Die Polizei sperrte die Zufahrtsstraßen ab. Israels Staatspräsident Reuven Rivlin schrieb bei Twitter, er verfolge die Berichte aus Meron und bete für die Genesung der Verletzten.

Tausende Ultraorthodoxe hatten in Meron den jüdischen Feiertag Lag Baomer begangen. Die Behörden hatten die Teilnehmerzahl auf 10 000 begrenzt, nach Medienberichten waren aber bis zu zehnmal mehr Menschen angereist. In sozialen Netzwerken war in Videos zu sehen, wie die Menschen vor dem Unglück sangen, tanzten und hüpften.

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