Pakistans Premier will Blasphemiegesetze in Europa erzwingen


Nach islamistischen Massenprotesten plant Imran Khan ein gemeinsames Vorgehen mit anderen islamischen Staaten und droht der EU mit einem Handelsboykott

Michael Vosatka | DERSTANDARD

TLP-Anhänger protestieren in Lahore für die Ausweisung des französischen Botschafters.Foto: EPA/Dar

Der Regierungschef Pakistans will die westlichen Regierungen zwingen, Blasphemie unter Strafe zu stellen. Imran Khan erklärte bei einem Auftritt vor Anhängern, sein Plan, muslimische Länder gegen den Westen zu vereinen, um eine Kriminalisierung der „Beleidigung des Propheten Mohammed“ zu erreichen, werde funktionieren. Der 68-jährige ehemalige Cricketspieler sagte, das Lobbying für Blasphemiegesetze bei den westlichen Nationen, der EU und den Vereinten Nationen werde erfolgreich sein, wenn es mit der Drohung eines Handelsboykotts verknüpft werde.

Die Führer der muslimischen Staaten sollten darauf dringen, dass der Westen mit seinen Gesetzen die „Gefühle der Muslime“ nicht mehr verletze, berichteten pakistanische Medien. Nach Ansicht Khans müsste die „Beleidigung des Propheten Mohammed“ genauso geahndet werden wie die Leugnung des Holocausts, also der Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nazis.

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