Tausende Giftfässer im Meer entdeckt


Vor Kalifornien haben Wissenschaftler Zehntausende Fässer entdeckt, die wohl das Insektenvernichtungsmittel DDT enthalten. Die Gefahr für die Tier- und Pflanzenwelt ist noch nicht abzuschätzen.

Katharina Wilhelm | tagesschau

Ein Giftfass am Meeresgrund. Catalina-Island USA. David Valentine UC Santa Barbara ROV Jason

Catalina Island ist eine malerische Insel vor der Küste Kaliforniens, bekannt für ihre wunderschöne Landschaften und ihren Artenreichtum. Auf der Insel, aber auch im pazifischen Ozean. Leopardenhaie, Mondfische oder Robben tummeln sich im Wasser.

Doch tief unter der Meeresoberfläche haben Forschende eine riesige Giftmüllhalde entdeckt. In 900 Metern Tiefe liegen mindestens 27.000 Fässer mit dem Insektenvernichtungsmittel DDT, die dort vor Jahrzehnten illegal entsorgt worden sein sollen.

„Wir wussten, dass dort Müll schon in den 1940er-, 50er- und 60er-Jahren abgeladen wurde, aber das wurde dann wieder vergessen“, sagt David Valentine, Ozeanograf vom Marine Science Institute der Küstenstadt Santa Barbara. Er beschäftigt sich seit zehn Jahren mit den Unterwasser-Abfällen. Mit einer so großen Menge an DDT habe er allerdings nicht gerechnet. „Es ist eine Art Spitze des Eisbergs dessen, was wirklich da unten ist.“

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