Die Coronapandemie ist für religiöse, spirituelle und esoterische Gemeinschaften eine grosse Herausforderung. Viele wurden auf dem falschen Fuss erwischt, denn sie mussten rasch auf das globale Ereignis reagieren; organisatorisch, seelsorgerisch und religiös. Denn nun sollten sie rasch beweisen, was ihre Heilskonzepte taugen.
Hugo Stamm | watson.ch/Sektenblog
Auf der organisatorischen Ebene standen alle Glaubensgemeinschaften vor ähnlichen Problemen. Wie halten wir in dieser Krisenzeit die Kommunikation mit den Gläubigen aufrecht? Wie spenden wir ihnen Trost und Zuversicht, wenn physische Treffen im grösseren Verband nicht mehr erlaubt sind?
Noch schwieriger war für die Kaderleute der Glaubensgemeinschaften und sektenartigen Gruppen, die Pandemie spirituell einzuordnen. Denn eines ist für die meisten klar: Zufall oder Unfall kann die Ausbreitung des Coronavirus nicht sein, interpretieren sie doch einschneidende weltliche Ereignisse stets auch aus religiöser Perspektive.