Demo von „Querdenker:innen“: Weiße Rosen für Weimarer Richter


„Quer­den­ke­r:in­nen“ protestieren gegen die Strafverfolgung eines Familienrichters. Der hatte vorübergehend die Maskenpflicht an Schulen gekippt.

Christian Rath | taz

Blumen von Quer­den­ke­r:in­nen auf einem Weimarer Streifenwagen Foto: Kai Pfaffenbach/reuter

Rund tausend „Quer­den­ke­r:in­nen demonstrierten am Samstag vor dem Weimarer Amtsgericht. Sie protestierten damit gegen ein Verfahren wegen Rechtsbeugung gegen den Weimarer Familienrichter Christian Dettmar, der die Maskenpflicht an zwei Weimarer Schulen wegen Kindeswohlgefährdung ausgesetzt hatte.

Die Versammlung der „Quer­den­ke­r:in­nen“ war von der Stadt Weimar wegen drohender Gewalt verboten worden. Die Thüringer Gerichte hatten das Verbot bestätigt. Die Polizei löste die Versammlung laut einem Bericht des MDR auf, dabei kam es zu Rangeleien. Vor dem Amtsgericht in Weimar und vor anderen Gerichten in Thüringen legten die „Quer­den­ke­r:in­nen“ weiße Rosen nieder. Auf Zetteln in Weimar stand „Lang lebe Sophie Scholl“.

Familienrichter Dettmar hatte am 8. April auf Anregung einer Mutter für zwei Jungen und alle Mit­schü­le­r:in­nen die Maskenpflicht an zwei Weimarer Schulen ausgesetzt.

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