Die Entführung Luthers auf die Wartburg vor 500 Jahren

Luther vor dem Reichstag in Worms. Anton Werner, 1877. Bild: wikipedia.org/PD/Gemeinfrei

Nahe der Burg Altenstein in Thüringen spielte sich vor 500 Jahren ein Krimi ab. Reiter überfielen am 4. Mai 1521 eine Reisekutsche mit dem Reformator Martin Luther (1483-1546) und verschleppten ihn auf die Wartburg bei Eisenach. 

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Dort kamen die Reiter nach Umwegen durch den Thüringer Wald am Abend gegen elf Uhr mit Luther an. In die von Kurfürst Friedrich dem Weisen angeordnete Geheimaktion war der Reformator eingeweiht. Sie diente seinem Schutz, weil er von der römischen Kirche als Ketzer verurteilt worden war.

Dank intensiver Quellenforschung ließen sich unabhängig von den Narrativen späterer Generationen die Geschehnisse vor 500 Jahren rekonstruieren, sagte der Jenaer Kirchenhistoriker Christopher Spehr dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Für das Leben des Reformators sei die folgende zehnmonatige Schutzhaft auf der Wartburg, in der er das Neue Testament vom Griechischen ins Deutsche übersetzte, eine Zäsur gewesen, so der Dekan der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität:

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