Klimafreundliche Bestattung: Körper zu Kompost


Ein amerikanisches Start-up aus dem Bundesstaat Washington kompostiert Körper zu Erde. Ein Gespräch mit Gründerin Katrina Spade über Idee und Funktionsweise.

Britta Lokting | heise online

Katrina Spade hat Recompose gegründet, weil sie sich nicht auf herkömmliche Art bestatten lassen wollte.(Bild: Craig Willse)

Seit 2020 erlaubt der US-Bundesstaat Washington eine neue Alternative zu Erd- und Feuerbestattungen: die „natürliche organische Reduktion“, bei der Körper zu Erde kompostiert werden. Treibende Kraft dahinter war Katrina Spade, deren 2017 in Seattle gegründetes Start-up Recompose im vergangenen November den Betrieb aufgenommen hat. Spades Hauptmotivation war die klimaschädigende Bilanz traditioneller Bestattungen.

In den USA nehmen Friedhöfe eine Fläche etwa von der Größe der Europäischen Union ein (vier Millionen Quadratkilometer); für Särge werden jedes Jahr Flächen abgeholzt, die viermal so groß sind, wie die EU; Bestattungen verbrauchen 30 Millionen Holzbretter und über drei Millionen Liter Einbalsamierungsflüssigkeit.

Einen Menschen zu kompostieren kommt nicht nur ohne all das aus, sondern spart laut Recompose-Berater Troy Hottle zufolge sogar zwischen 0,84 und 1,4 Tonnen CO2 ein. Seit dem Start hat Spades Recompose-Einrichtung Angehörige von ungefähr 20 Familien in Erde umgewandelt.

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