Missbrauchsbetroffener hält Gercke-Report für lückenhaft


Der Missbrauchsbetroffene und ehemalige katholische Priester Michael Schenk kritisiert das Gercke-Gutachten, das den Umgang der Bistumsspitze mit Missbrauchsfällen im Erzbistum Köln aufarbeitet. Sein Fall sei lückenhaft dargestellt.

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Das sagte er am Montag im Deutschlandfunk. So fehlten etwa traumapsychologische Stellungnahmen, die nach einer vom Erzbistum in Auftrag gegebenen Begutachtung seines Falls erfolgten.

„Da steht man drüber“

Schenk gibt an, in seiner Kindheit von drei Geistlichen missbraucht worden zu sein. An zwei könne er sich namentlich erinnern. 2002 habe er die Missbrauchserfahrungen dem damaligen Kölner Erzbischof Joachim Meisner (1933-2017) gegenüber in einem persönlichen Gespräch angesprochen.

„Kardinal Meisner hat das weit von sich geschoben in einer großen Geste und sagte zu mir: Da steht man drüber“, so Schenk, der heute als altkatholischer Geistlicher tätig ist. Er habe zu jener Zeit Suizidgedanken gehabt.

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