Studie über Muslime in Deutschland: Wie steht es um die Integration?


Es gibt immer mehr Muslime in Deutschland. Zwölf Jahre nach der letzten großen Untersuchung gibt es eine neue Studie zum muslimischen Leben. Sie sieht gute Fortschritte bei der sozialen Integration. Der Glaube stehe dabei kaum im Weg.

Christoph Schmidt | katholisch.de

Der Großteil der hiesigen Muslime ist jung, gläubig und fühlt sich mit der Gesellschaft fest verbunden – das ergab die neue Studie „Muslimisches Leben in Deutschland 2020“. Die Untersuchung, die das Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im Auftrag der Deutschen Islamkonferenz (DIK) erstellt hat, liefert auf mehr als 200 Seiten eine Fülle an Daten zur Zusammensetzung, religiösen Praxis und sozialen Integration der muslimischen Gemeinschaft. Die Ergebnisse klingen ermutigend und versprechen für die Zukunft ein gelingendes Zusammenleben der Kulturen in Europas Mitte.

Laut der Studie leben derzeit 5,3 bis 5,6 Millionen Muslime im Land und etwa 900.000 mehr als im Jahr des verstärkten Flüchtlingszuzugs 2015. Davon sind nur noch 45 Prozent türkischstämmig. Fast 1,5 Millionen Menschen (27 Prozent) kommen inzwischen aus einem arabischsprachigen Land im Nahen Osten (19 Prozent) oder Nordafrika (8 Prozent). Die große Mehrheit (gut 80 Prozent) der Muslime bezeichnet sich als stark oder eher gläubig, deutlich mehr als unter Christen, wobei das Alter der befragten Muslime keine besondere Rolle spielt.

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