Einwanderungsland und Diversity? Der Staat hinkt hinterher


Ausgerechnet im Öffentlichen Dienst und der Politik ist Vielfalt noch nicht wirklich angekommen – trotz vieler Versprechungen. In der Bevölkerung schon.

Andrea Dernbach | DER TAGESSPIEGEL

Vielfalt, ja bitte: Die Hälfte der Deutschen ist davon überzeugt.Foto: Peter Kneffel/dpa

Obwohl Vielfalt und die Einwanderungsgesellschaft für viele Deutsche immer selbstverständlicher wird, kommt Diversity ausgerechnet der Politik und Öffentlicher Dienst nicht weiter: In seinem aktuellen Jahresgutachten stellt der Sachverständigenrat Integration und Migration Politik, Verwaltung und der öffentlich geförderten Kultur ein sehr gemischtes Zeugnis aus.

Die Privatwirtschaft habe bereits ihre Schlüsse gezogen , mindestens die großen Unternehmen hätten Diversity Management eingeführt, wirken also Diskriminierung entgegen und versuchen, möglichst vielfältig gemischte Belegschaften zu bekommen.

Das liegt auch daran, dass sie sich dadurch Image- und Produktivitätsgewinne und ein besseres Betriebsklima erhoffen, wie die Vorsitzende des SVR, die Politologie-Professorin Petra Bendel und ihr Vize, der Jurist Daniel Thym, schreiben. Aber: „Der öffentliche Dienst hinkt dagegen hinterher.“

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