Urlaub in der Türkei: Angst vor der großen Leere


Am 1. Juni soll die Tourismussaison in der Türkei beginnen – den hohen Corona-Zahlen zum Trotz. Kann das gelingen?

Gerd Höhler | Frankfurter Rundschau

Nichts los in Istanbul: Der Lockdown zwingt die Menschen zu Hause zu bleiben. ©imago images

Es ist eine lange Durststrecke, und das für manche Menschen ganz wörtlich: Bis zum 17. Mai ist die Türkei im harten Lockdown. Es gelten die strengsten Kontaktbeschränkungen seit Beginn der Pandemie: Nur für die nötigsten Lebensmitteleinkäufe oder Arztbesuche dürfen die Menschen ihre Wohnungen verlassen, Schulen und die meisten Geschäfte sind zu. Zu den Maßnahmen, die Staatschef Erdogan am vergangenen Donnerstag per Dekret in Kraft setzte, gehört auch ein landesweites Alkoholverbot.

Die staatlich verordnete Abstinenz soll sich lohnen. „Am 1. Juni werden wir die Tourismus-Saison eröffnen“, verkündet Kultur- und Tourismusminister Mehmet Ersoy. Bis dahin soll der Lockdown die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen von aktuell rund 25 000 unter 5000 drücken. Wenn das gelingt, könnten die türkischen Hoteliers in diesem Jahr 30 Millionen Gäste begrüßen, glaubt Minister Ersoy. Das wären immerhin doppelt so viele wie im bisher schlimmsten Corona-Krisenjahr 2020.

Noch verlieren sich allerdings wenige Urlauberinnen und Urlauber an den Stränden der türkischen Riviera und der Ägäisküste. In der Touristenhochburg Antalya haben viele Hotels noch gar nicht geöffnet und andere schon wieder geschlossen, weil die erwarteten Gäste ausblieben.

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